Allgemeines

Im Roten Meer treffen wir die Delfinart Großer Tümmler (Tursiops truncatus).

Dieser kann bis zu 4m lang, 300kg schwer und 25 Jahre alt werden.

Bekannt wurde diese Art durch die Kinofilme und die Serie „Flipper“ (ab 1963).

Als Meeressäuger sind Delfine Lungenatmer.
Daher kommen sie alle paar Minuten (spätestens nach 20min) wieder an die Oberfläche um Luft zu atmen.
Dadurch können wir sie schon von weitem sehen.

delfinbild_kl.jpg

  

Schlafende Delfine

Delfine verbringen etwa 10 Stunden am Tag in einem Halbschlaf. Dabei ist wechselweise eine Gehirnhälfte wach und eine schläft. Man kann es daran erkennen, dass sie ruhig in einer Gruppe schwimmen und ein Auge geschlossen ist. Ein oder zwei Delfine der Gruppe sind meist wach und halten Wache. Man kann nicht sagen zu welchen Zeiten die Gruppe gerade in ihrer Ruhephase ist. Es gibt über 24 Stunden verteilt mehrere Wach-, Ruhe- und Jagdphasen.

Verhalten der Menschen bei Delfinen in Ruhephase.

Ruhephase bedeutet „ich will meine Ruhe“.

Ihr wollt ja auch nicht, dass jeden Tag eine Gruppe Delfine pfeifend durch euer Wohnzimmer springt wenn ihr ruhen wollt.

Wie können wir die Delfine beobachten ohne zu stören?

Eine im Halbschlaf befindliche Delfingruppe schwimmt mit vielleicht 6 km/h ruhig dahin und kommt relativ synchron in regelmäßigen Abständen an die Oberfläche.

Ein ungeübter Flossenschwimmer wird bei 6 km/h bereits kräftig mit den Flossen schlagen und auch heftig mit den Armen paddeln um mit den Delfinen mitzuhalten.

Wenn nun aber eine lärmende Schnorchlergruppe über den Delfinen schwimmt und diese gerne zum Luftholen nach oben wollen, werden die Delfine automatisch schneller um vor der Gruppe aufzutauchen. Ein weltklasse Flossenschwimmer schafft 10 km/h – Delfine 55!

Wir können die Delfine niemals einholen!


Ein sehr schneller Schwimmer, der sich von der Gruppe absetzen konnte, scheint die Delfine dabei nicht zu stören wenn er sich ruhig verhält. Die Delfine tauchen dann direkt neben dem Schwimmer auf. Leider geht dieses Erlebnis auf Kosten der langsamen Schwimmer und Kinder, die von nur weitem eine Schwanzflosse sehen.

Richtiges Verhalten:

Wir schwimmen ruhig, nicht hektisch, ohne Armeinsatz, Flossen unter Wasser
(nicht platschen) nicht schreiend und in einigem Abstand neben den Delfinen.
Wenn diese sich nicht belästigt fühlen, werden sie auch nicht schneller.

Wenn wir Glück haben kommen zwei wache, neugierige Delfine zu uns um nachzusehen wer denn dieses tolle gelbe Schnorchelhemd anhat.

Verhalten bei einer Delfingruppe die wach ist:

Der Tümmler ist von Natur aus neugierig. Die Gruppe sollte sich im Wasser verteilen (um weniger bedrohlich zu wirken) und ruhig auf der Oberfläche liegen.
Einige neugierige Delfine kommen dann meist zu jedem einzelnen Schnorchler um diesen zu begrüßen. Wichtig ist es relativ ruhig zu bleiben und nicht hinterher zu schwimmen – hat ja eh keinen Zweck und es entsteht zuviel Unruhe in der Gruppe. Lasst die Delfine zu euch kommen. Oft bringt es sogar mehr von den Delfinen und der Gruppe weg zu schwimmen. Die Delfine denken dann „wo will der denn hin?“ und kommen zu einem. Delfine merken sehr schnell ob eine Menschengruppe sich zivilisiert verhält. Übrigens auch Kameras mit Teleskopstiel wirken bedrohlich.