Hurghada war in den 20er Jahren ein ganz verschlafenes Nest ohne Elektrizität, fließendes Wasser und asphaltierte Straßen.

Die meisten kleinen Häuser waren aus ungebranntem Lehm. Bei zwar sehr, sehr seltenen aber dennoch heftigen Regenfällen, hatte das katastrophale Folgen. Dann stürzten diese kleinen Hütten förmlich in sich zusammen. Aber das ist schon ziemlich lange her und es erinnern heute nur noch wenige Häuser und Straßen in der Altstadt an diese Zeit. Übrigens-Hurghada heißt auf arabisch "El Ghardaqa". Hier siedelten sich haupsächlich Ölsucher und Fischer an. Irgendwann hatten die Ölsucher die Nase voll und gingen weg - aber die Fischer blieben und Hurghada war noch eine ganze Weile ein verträumtes Dorf, fern ab jeglicher Bekanntheit.

Dann, im Jahre 1978, wurde der damalige General der ägyptischen Armee Yussuf Affifi Gouverneur der Provinz Red Sea. Zu jener Zeit war der Ort scheinbar sogar von Allah verlassen und der Posten alles andere als attraktiv. Aber der Gouverneur hatte große Pläne. Zuerst organisierte er die Fischer und kümmerte sich darum, dass ihnen die großen Firmen in Kairo und Alexandria keine Preise mehr vorschreiben konnten. Der Fischfang brachte nun gute Gewinne ein. Jetzt konnte der Gouverneur die Infrastuktur ausbauen und den Ort erschließen.

Hurghada war aus dem "Dornröschenschlaf" erwacht! Aber der Weg war noch weit und es gab jede Menge zu tun bis aus dem kleinen Fischerdorf ein attraktiver Urlaubsort für Touristen aus aller Welt werden konnte. Den Grundstein für die touristische Erschießung in dieser Region legte schließlich Mohamady Hwaidak. Die Idee dazu hatte ein deutscher Tauchlehrer namens Falco Engelhard. Er war überzeugt, die Zukunft dieser Region liege am Roten Meer - im Tauchtourismus! Ehrlich gesagt, das war schon ziemlich verrückt, denn anfangs hielt man die Hand voll Taucher die es hier gab für Spinner, die in Zelten campierten und für den Sport ihr Leben riskierten. Aber wer einmal die Schönheiten und Wunder der Unterwasserwelt gesehen hat, wird diese Äußerungen Lügen strafen! Der intusiastische Tauchlehrer hatte die Idee, ein leerstehendes Gebäude zu mieten und daraus ein Hotel zu machen. Gesagt getan... die Rechnung ging auf. Das Hotel war immer voll belegt. Es standen nun zwei Hotels in der Gegend von Hughada. Das staatliche Hotel wurde von der Sheraton-Gruppe übernommen und fast zeitgleich öffnete auch das Magawish seine Pforten. Diese Hotelanlage gehörte zum Club Mediterane.

So fing alles an, aber dabei sollte es bestimmt nicht bleiben! Kurz darauf nahm Mohamady Hwaidak Kontakt mit Gouverneur Affifi auf mit der Bitte in Hurghada Land kaufen zu dürfen. Und er durfte...es sich sogar aussuchen. Er fand ein ideales Gelände hinter dem Sheraton-Rundbau. Allerdings gab es einen entscheidenen Nachteil - es fehlte die Anbindung an die einzigste Straße. Deshalb handelten die beiden einen Deal aus nach dem Motto - hilfst du mir,so helfe ich dir! Also sorgte der Gouverneur für die Straße und der Hotelier fing danach sogleich an zu bauen. Das war im Sommer 1983. Jetzt begann die eigendliche Geschichte Hurghadas, die einige von Euch vieleicht sogar miterlebt haben. Am 16.Dezember 1984 öffnete das erste private Hotel-das "Giftun Village" seine Pforten. Damals ahnte noch niemand, was daraus entstehen würde. Bis jetzt sind 40 km Küste mit unzähligen Hotels zugebaut-und man kann sich dort verwöhnen lassen! Hurghada besteht im wesentlichen aus zwei Zentren,der Altstadt (Down Town oder El Dahar) und dem neuen touristischen Teil-Sakkala .